Gastblogger

14.08.2017

„Das ist wie 3D Tetris im Endlevel“ - Teil 1


Franco Patti und Maik Dotten verwandeln in der Kölner Hauptzentrale die traditionellen Büroräume in ein modernes Open Space Büro. Wir haben Sie vor Ort getroffen, um mit ihnen über ihren beruflichen Werdegang, Highlights im Job und die großen Herausforderungen während des Umbaus zu sprechen.
Tags: Move, Mitarbeiter
Büroräume bei Galeria Kaufhof

 

Was genau ist Ihre jeweilige Position und Aufgabe bei Galeria Kaufhof?

Dotten: Ich bin Bereichsleiter im Facility Management und verantwortlich für die Verwaltungsgebäude hier in Köln, darüber hinaus aber auch für die Entsorgung, Schädlingsbekämpfung und Unterhaltsreinigung in den Filialen in gesamt Deutschland.

Patti: Ich bin Abteilungsleiter im Bereich Facility Management. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem Warenlogistik und Haustechnik, aber auch Flächenmanagement, zum Beispiel der Umbau der Hauptverwaltung, den wir ja gerade durchführen.

Was sind die Schwerpunkte Ihrer Tätigkeitsfelder und was unterscheidet diese voneinander?

Dotten: Wir kümmern uns um die gesamte Infrastruktur an den jeweiligen Standorten. Dabei geht es zum Beispiel um Empfangsdienste und Pendelbusse, Anlagentechnik, Störungen sowie Instandsetzungen. Wir kümmern uns um alles, worauf sonst keiner Lust hat. (lacht)

Patti: Genau, wir sorgen im Prinzip dafür, dass das Kerngeschäft funktioniert. Wir verstehen uns als Dienstleister im Gebäude, sehen also unsere Kollegen als Kunden. Zudem kümmern wir uns auch um Veranstaltungen, wie z.B. Aufsichtsratssitzungen oder Townhalls. Der Bereich des Facility Managements ist so groß, dass man ihn schwer in nur zwei Sätzen beschreiben kann. Vom Grundsatz her geht’s dabei aber immer um kaufmännisches, technisches und infrastrukturelles Gebäudemanagement.

 

Galeria Kaufhof Franco Patti
Franco Patti

 

Haben Sie eine Ausbildung in dem Bereich gemacht oder sind Sie eher Quereinsteiger?

Patti: Hinsichtlich Umbauten bin ich nicht wirklich ein Quereinsteiger: Ich habe Betriebsschlosser gelernt, also handwerklich angefangen. Aber schon in meiner Probezeit wechselte ich in den kaufmännischen Bereich. Nachdem ich dort einige Jahre gearbeitet hatte, kam der Punkt, an dem ich mich noch weiter entwickeln wollte. So habe ich die Abteilungsleiterlaufbahn eingeschlagen.

Dotten: Also ich habe auch ganz klassisch im Handwerk gestartet. Nachdem ich eine Lehre zum Elektroinstallateur gemacht hatte, schloss ich auf der Abendschule den Industriemeister in der Fachrichtung Elektrotechnik ab. Der Bereich Facility Management hat mich dabei schon immer sehr interessiert und begeistert. Also habe ich darin noch meinen Fachwirt gemacht und 2014 bei Galeria Kaufhof noch an einem Talentprogramm teilgenommen. Der Ursprung eines jeden guten Facility Managers ist aber immer eine gute handwerkliche Ausbildung. So versteht man erst alle Hintergründe richtig.

 

Galeria Kaufhof Maik Dotten

Maik Dotten

 

Was schätzen Sie an Galeria Kaufhof als Arbeitgeber ganz besonders?

Patti: Vieles! Man fühlt sich hier sehr gut aufgehoben und wie wir beide gerade beschrieben haben, sind die Entwicklungsmöglichkeiten, die man geboten bekommt, einfach enorm. Ich glaube, das wäre draußen nicht so einfach gewesen. Hier bei Galeria Kaufhof werden vielen Menschen, auch Quereinsteigern, große Chancen geboten. Das merkt man auch immer wieder anhand der vielen Talentprogramme.

Dotten: Das sehe ich ganz ähnlich. Ich habe 1986 mit der Elektroinstallateur-Ausbildung angefangen. Dass ich nun seit 2014 Bereichsleiter bin und damit zum Firmenleitungskreis gehöre, hätte ich mir nicht träumen lassen. Wenn hier jemand sagt: „Komm, kümmer‘ dich mal um das Projekt“, dann bekommt man auch das Vertrauen und einen bestimmten Handlungsspielraum. Da ist niemand, der alles unter die Lupe nimmt, da steht und sich fragt, ob man das hinkriegt. Man hat wirklich die Möglichkeit, sich zu entwickeln.

Kommen wir zum Konzept des Open Space Büros: Erklären Sie bitte nochmal, was genau dahinter steckt.

Patti: Durch die Übernahme von HBC streben wir ein gewisses Wachstum an. Zum Beispiel expandieren wir in Richtung Niederlande und Belgien. Dieses Wachstum setzt natürlich voraus, dass wir auch die Flächen anbieten können. Mit HBC kam dann der amerikanische Gedanke zum Open Office. Als die Kanadier das erste Mal hier ankamen, waren sie schon ein wenig erschrocken von diesem Gebäude. Die kannten das so ja gar nicht: Diese Gänge mit Türen, alles geschlossen und man hat keinen Menschen gesehen. Das haben sie erst mal gar nicht  nachvollziehen können und gesagt: „Okay, das muss geändert werden!“ Das Flächenmanagement ist nun unser Job. Das Gebäude hat dabei den Vorteil, viel Platz zu bieten.

Dotten: Wir sind ein Warenhausunternehmen, wir wissen wie wir Warenhäuser umbauen. Aber wie Verwaltungs- oder Bürogebäude umgebaut werden, wussten wir nicht. Deswegen haben wir uns auch externe Unterstützung geholt und erst mal ein bisschen geübt. Zum Beispiel haben wir für unseren E-Commerce-Bereich schon zuvor Open-Space-Büros gebaut. Dadurch konnten wir Erfahrungen sammeln. Was wir aber auch mal wieder gemerkt haben: Jedes Projekt ist nicht so wie das nächste und es hat seine eigenen Regeln. Wir haben hier kein klassisches Verwaltungsgebäude, sondern wir haben unter anderem Anwalts-, Einkaufs-, Verkaufs-, IT-, Visual Merchandising- und Marketing-Bereiche, die Revision sitzt hier – ein riesiges Portfolio! Da war die Testphase vorher schon hilfreich. Wir werden insgesamt 18 Monate umbauen. In dieser Zeit werden sich sicher nochmal ein paar Dinge verändern.

Wir passen das Thema ständig an. Es lebt, auch durch die Mitarbeiter natürlich.

 

Das Interview wurde durchgeführt und geschrieben von Carina W., Amira T., Julia M. und Lia H. im Rahmen eines Webprojekts mit der Fachhochschule Köln.