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Galeria Kaufhof strebt neuen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung an

10.10.2017

  • Der Warenhauskonzern hat den Dialog mit der Gewerkschaft ver.di aufgenommen, um zu wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen zurückzukehren.
  • Galeria Kaufhof rüstet sich für die Zukunft und wandelt sich von einem traditionellen Warenhaus in einen modernen Omni-Channel-Retailer.

Köln, 10. Oktober 2017 – Galeria Kaufhof, Deutschlands führender Warenhauskonzern, hat den Dialog mit der Gewerkschaft ver.di aufgenommen, um einen neuen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung abzuschließen. Angesichts der anhaltend negativen Entwicklungen im stationären Einzelhandel, verbunden mit der starken Wettbewerbsverzerrung durch ungleiche Personalkosten braucht Galeria Kaufhof mehr denn je einen modernen und wettbewerbsfähigen Tarifvertrag, der der heutigen Arbeitswelt im Einzelhandel entspricht und fairen Wettbewerb ermöglicht.

Die deutsche Tarifautonomie sieht ausdrücklich die Möglichkeit vor, Tarifverträge für einzelne Firmen oder Standorte abzuschließen. Eine entsprechende Möglichkeit, einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag,
wird die Geschäftsführung von Galeria Kaufhof gemeinsam mit ver.di und den Arbeitnehmervertretern diskutieren. Dadurch könnte das Unternehmen kurzfristig notwendige Einsparungen erzielen sowie Rahmenbedingungen und Entgeltstrukturen so anpassen, dass die Schere zwischen Lohn- und Umsatzentwicklung bei Galeria Kaufhof nicht weiter auseinandergeht.

Dr. Wolfgang Link, CEO von Galeria Kaufhof und HBC Europe, erklärt: „Galeria Kaufhof entwickelt sich von einem traditionellen Warenhaus in einen modernen Omni-Channel-Retailer. Unser Ziel ist es, das Unternehmen wieder nachhaltig profitabel zu machen und für die Zukunft eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur, einschließlich der Löhne, zu schaffen.“ In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen enorme Veränderungsprozesse in Gang gesetzt. Schritt für Schritt modernisiert Galeria Kaufhof ihr Filialnetz, führt neue Konzepte und Marken ein und baut den Hauptsitz in Köln zum zentralen Hub für das Europageschäft aus.

„Wir werden unsere Filialen weiter modernisieren und an die sich verändernden Anforderungen und Wünsche unserer Kunden anpassen. Wir sehen bereits erste positive Effekte, aber insgesamt werden diese Maßnahmen alleine nicht ausreichen. Da sich der Einzelhandel immer schneller verändert, müssen wir jetzt handeln“, erklärt Dr. Link. Die gesamte Branche befindet sich in einem Strukturwandel. Marktanteile wandern ins Internet ab und die Anforderungen der Kunden verändern sich kontinuierlich. Innenstädte werden weniger stark frequentiert und die zu erzielenden Margen gehen deutlich zurück. An diese Entwicklung muss sich Galeria Kaufhof, genauso wie der gesamte Markt, anpassen und entwickelt sich so von einem traditionellen Kaufhaus in einen modernen Omni-Channel-Retailer.

„Wir haben einen langfristigen Plan für den zukünftigen Erfolg von Galeria Kaufhof und arbeiten aktiv daran, diesen Schritt für Schritt umsetzen. Wir sind überzeugt, dass der sich schnell verändernde Einzelhandel auch Chancen bietet. Dafür muss sich Galeria Kaufhof an die neuen Kundenwünsche und Marktentwicklungen anpassen“, so Dr. Link. Galeria Kaufhof legt daher großen Wert darauf, dass sich die verschiedenen Maßnahmen sinnvoll ergänzen: Neben einem strikten Kostenmanagement und den jetzt eingeleiteten Maßnahmen investiert das Unternehmen weiterhin gezielt in seine Filialen, baut das Online-Geschäft aus und stärkt die Vernetzung der Filialen sowie zwischen dem stationären und Online-Angebot.

Für Galeria Kaufhof kommt erschwerend hinzu, dass im Markt enorme Ungleichheiten bei den Personalkostenstrukturen bestehen. Die Lösung, die die Geschäftsführung von Galeria Kaufhof nun anstrebt, ist keine Abkehr von der Tarifpartnerschaft, sondern soll dem Unternehmen eine wirtschaftliche Atempause verschaffen, bis die angestoßenen Wachstumsmaßnahmen vollständig greifen.

Peter Herlitzius, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor von Galeria Kaufhof, sagt: „Vergleiche in der Einzelhandelsbranche zeigen, dass es durchaus möglich ist, auch innerhalb der Tarifpartnerschaft die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen und zu wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen zurückzukehren. Diesen Weg werden wir nun auch für Galeria Kaufhof gehen.“ Anders als Galeria Kaufhof haben viele Wettbewerber in den vergangenen Jahren die Tarifbindung verlassen, wodurch Galeria Kaufhof im direkten Vergleich deutlich benachteiligt ist.

Mit HBC hat Galeria Kaufhof einen erfolgreichen Handelskonzern als Partner, der erheblich in die Weiterentwicklung des Geschäfts investiert hat. Kein anderes Unternehmen in Europa investiert, modernisiert und prägt den Einzelhandel so konsequent wie HBC – und wird auch in Zukunft signifikant in Galeria Kaufhof investieren.

„Wir sind uns bewusst, dass ein neuer Tarifvertrag für unsere Mitarbeiter Einschnitte bedeutet. Dieser Schritt ist jedoch unvermeidlich, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und damit Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Wir wollen in Zukunft gemeinsam erfolgreich sein und uns als einer der größten Arbeitgeber im deutschen Einzelhandel unsere Branche weiterentwickeln“, so Peter Herlitzius.

Presseteam der Galeria Kaufhof GmbH

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